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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland beginnt Übungen mit taktischen Atomwaffen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland beginnt Übungen mit taktischen AtomwaffenQuelle: Sputnik © Ramil Sitdikow
  • 21.05.2024 19:34 Uhr

    19:34 Uhr

    Nebensja: Beilegung der Ukraine-Krise mit politischen und diplomatischen Mitteln immer noch möglich

    Eine politische und diplomatische Lösung der Ukraine-Krise ist immer noch möglich, sagte der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind weiterhin, dass die westlichen Länder die Aufrüstung der Ukraine einstellen und dass die Ukraine kein Mitglied einer Allianz ist und keine Atomwaffen besitzt.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 19:18 Uhr

    Borrell: EU sollte Gewinne aus russischen Vermögenswerten sofort zur Unterstützung von Kiew umleiten

    Der Chef der EU-Diplomatie, Josep Borrell, begrüßt den Beschluss des EU-Rates, die Gewinne aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten für die Militärhilfe an die Ukraine zu verwenden, und fordert Brüssel auf, sofort mit der Umsetzung zu beginnen. Er schreibt bei dem sozialen Netzwerk X (früher Twitter):

    "Ich begrüße besonders die wichtige und dringende Entscheidung des Rates, die unerwarteten Gewinne aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten für die Ukraine zu verwenden. In Übereinstimmung mit meinen Vorschlägen werden 90 Prozent für die Militärhilfe durch die Europäische Friedensfazilität verwendet. Wir müssen sofort mit der Umsetzung [dieses Beschlusses] beginnen."

    Mehr zum Thema - Diebstahl gebilligt: EU gibt Zinsen eingefrorener russischer Vermögen ukrainischen Streitkräften

  • 18:42 Uhr

    Baerbock: Werden Selenskij weiter als legitimen Präsidenten betrachten

    Deutschland wird Wladimir Selenskij trotz des Ablaufs seiner Amtszeit weiterhin als Präsidenten der Ukraine betrachten. Das sagt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Kuleba, die auf der Facebook-Seite des ukrainischen Außenministeriums übertragen wurde, erklärte Baerbock, Selenskij sei der legitime Präsident der Ukraine. Sie wies darauf hin, dass nicht nur nach dem ukrainischen, sondern auch nach dem deutschen Grundgesetz keine Wahlen während eines Krieges erlaubt seien.

    Baerbock teilte weiter mit, dass Deutschland die "Reformprozesse" in der Ukraine begleiten und unterstützen werde. Berlin erwarte, dass die Wahlen nach der Aufhebung des Kriegszustands stattfinden werden.

  • 18:20 Uhr

    Medien: Hochrangiger General der russischen Armee wegen Betrugsverdachts verhaftet

    Der ehemalige Kommandierende der 58. Armee der russischen Streitkräfte, Generalmajor Iwan Popow, ist verhaftet worden. Wie RIA Nowosti unter Berufung auf ein Gericht in Russland vermeldet, wird der Militärangehörige des Betrugs in besonders großem Ausmaß verdächtigt. Popow soll bereits am 17. Mai in Untersuchungshaft gekommen sein. Er werde dort zwei Monate verbleiben, heißt es.

    Popows Anwalt teilte gegenüber Journalisten mit, dass die Verteidigung die Verhaftung des Generals angefochten habe. Popow bekenne sich nicht schuldig.

  • 18:03 Uhr

    Pistorius fordert mehr Unterstützung für Ukraine bei Flugabwehr

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die anderen westlichen Staaten zur Lieferung von Flugabwehrsystemen an die Ukraine aufgerufen. Bei einem Besuch in Lettland am Dienstag sagte der SPD-Politiker:

    "Alle unsere Partner, die Patriot-Systeme oder ähnliche Systeme bereitstellen können, sollten dies so schnell wie möglich tun, da dies für die weitere Entwicklung des Krieges und insbesondere für die Moral, die Sicherheit und die Infrastruktur des Landes von entscheidender Bedeutung ist."

    Deutschland habe der Ukraine 25 Prozent seiner Patriot-Kapazitäten zur Verfügung gestellt – mehr als jedes andere Land der Welt, sagte Pistorius. Auf die Frage, warum die anderen Länder so zögerlich seien, antwortete der Bundesverteidigungsminister, er habe keine Ahnung.    

    Deutschland hatte zuvor eine Initiative zur schnellen Lieferung von Luftverteidigungssystemen in die Ukraine gestartet. Die Versuche, Patriots bei Partnerländern in Europa oder in Übersee zu beschaffen, fruchteten bislang aber nicht.

  • 17:33 Uhr

    Russland beginnt erste Phase der Übungen mit taktischen Atomwaffen

    Einheiten der russischen Streitkräfte starten die erste Phase der Übungen mit taktischen Atomwaffen, erklärt das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Manöver findet unter der Leitung des Generalstabs im Südlichen Militärbezirk Russlands statt.

    An der Ausbildungsmaßnahme werden Verbände der Raketentruppen beteiligt, indem sie spezielle Munition für die Iskander-Waffensysteme erhalten, sie an den Trägerraketen anbringen und sich im Geheimen zu ausgewiesenen Stellungen bewegen, um die Vorbereitung und den Abschuss der Raketen zu trainieren.

    Ebenfalls für das Manöver eingesetzte Einheiten der Luft- und Weltraumkräfte würden unter anderem die Hyperschallraketen vom Typ Kinschal mit spezieller Munition ausrüsten und Flugeinsätze in verschiedenen Patrouillengebieten trainieren, heißt es weiter.

    Das Ministerium betont, dass diese Übungen auf die Aufrechterhaltung der Kampfbereitschaft der Einheiten abzielen, die mit nicht strategischen Atomwaffen ausgerüstet sind. Vor dem Hintergrund der provokativen Erklärungen und Drohungen einiger westlicher Politiker gegenüber Russland bestehe das Endziel der Übung darin, die territoriale Integrität und Souveränität Russlands zu gewährleisten.

  • 17:11 Uhr

    Lawrow: "Versuche der USA, Eurasien zu kontrollieren, sind offensichtlich"

    Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat am Dienstag in Kasachstan an den Beratungen des Außenministerrats der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) teilgenommen. Der Diplomat sagte später gegenüber Journalisten, dass die NATO und die EU durch die Schaffung ihrer Strukturen versuchten, die Länder des "gesamten eurasischen Kontinents" unter ihre Kontrolle zu bringen.

    "Sie versuchen, diese Länder ihren Befehlen zu unterwerfen und sie zu antirussischen Aktivitäten zu verleiten, indem sie unter dem Vorwand der Einhaltung sogenannter sekundärer Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland abbrechen oder in Bereiche vordringen, die Sicherheitsfragen und die Arbeit von Strafverfolgungsbehörden tangieren."

  • 16:51 Uhr

    Mehrere ukrainische Soldaten schließen Ausbildung für Wartung an F-16-Jets in den Niederlanden ab

    Eine erste Gruppe von zehn ukrainischen Soldaten hat die Ausbildung in den Niederlanden abgeschlossen. Laut einer Erklärung des niederländischen Verteidigungsministeriums wurden die Ukrainer für die Wartung an F-16-Kampfflugzeugen geschult.

    Im Ergebnis der Ausbildung seien die Soldaten in der Lage, mit der wichtigsten Ausrüstung an Bord der Kampfjets umzugehen, und zwar mit den Helmen, den Sauerstoffsystemen, Fallschirmen und der Überlebensausrüstung.

    Zuvor hatten die Niederlande mindestens 24 Maschinen vom Typ F-16 der Ukraine in Aussicht gestellt. Kiew rechnet laut Medienangaben mit der ersten Lieferung der von westlichen Partnern versprochenen Flugzeuge im Juni oder Juli.

  • 16:34 Uhr

    Siebenjähriger durch Sprengsatz in Russlands Grenzgebiet Belgorod verletzt

    Der Gouverneur des russischen Grenzgebietes Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, ruft auf Telegram Erwachsene dazu, besser auf Kinder aufzupassen. Wer ein Kind mit einem Sprengsatz in den Händen sehe, müsse begreifen, dass das Kind dadurch einen nicht wiedergutzumachenden Schaden erleiden könne. Der Politiker berichtet in diesem Zusammenhang über einen tragischen Zwischenfall in der Siedlung Koloskowo. Dort habe ein Siebenjähriger infolge des unachtsamen Umgangs mit einem Sprengsatz Verletzungen an beiden Füßen erlitten.

  • 16:21 Uhr

    Putin: Russischer Kraftstoff- und Energiesektor wächst trotz aller Sanktionen

    Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin entwickelt sich der heimische Kraftstoff- und Energiesektor trotz Sanktionen und starker Marktvolatilität stetig weiter. Im Zeitraum von Januar bis April habe die Gasproduktion in Russland 246,4 Milliarden Kubikmeter betragen, so der Politiker. Das seien acht Prozent mehr als im Vorjahr.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.