Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn: Die Kieler Woche experimentiert mit einem "Urinal für Frauen" in Rosa

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn: Die Kieler Woche experimentiert mit einem "Urinal für Frauen" in Rosa© https://www.ndr.de/nachrichten/info/Kieler-Woche-testet-Urinale-fuer-Frauen,ndrinfo61128.html

  • 21.06.2024 20:30 Uhr

    20:30 Uhr

    Ein Urinal für Barbie

    Es ist quietschend rosa, man hält es auf den ersten Blick für ein überdimensioniertes Barbie-Accessoire, und es soll die langen Schlangen vor den Damentoiletten bei der Kieler Woche beenden; Lapee, ein von einem dänischen Designer entwickeltes Urinal für Frauen.

    Für junge Frauen, wohlgemerkt. Schließlich ist die Position, in der das Geschäft verrichtet werden soll, die Hocke, und die dreiflügelige Plastikstruktur bietet keinerlei Griffe zum Festhalten oder wieder Aufrichten.

    Aber das aus Kunststoff gegossene Teil dürfte deutlich billiger sein als traditionelle mobile Toiletten, was soll es da, dass weder ältere noch körperbehinderte Frauen dieses Angebot nutzen können, und es auch zumindest in der Nähe allzu Testosteron- oder Alkoholgesteuerter Männer eher gar keine Sicherheit bietet.

    Technisch gesehen dürften die seit Jahren bekannten Urintrichter jedenfalls sinnvoller sein. Aber immerhin, die Kieler Woche konnte mit dieser Errungenschaft Werbung für sich machen und so tun, als sei sie ganz, ganz modern. Und es ist doch so schön rosa.

  • 14:19 Uhr

    ZDF-Moderator belehrt Studiogäste: "Spielermaterial" = böses Wort

    "Einigkeit und Recht und Freiheit und vor allem Vielfalt" wünschte sich der ZDF-Kommentator beim ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft, kurz vor Beginn der deutschen Nationalhymne.

    Das selbstverständliche Recht, die Freiheit einer vielfältigen Sprachkultur, sorgte nun für bedingte Einigkeit im ZDF-EM-Studio, dies wiederum bezogen auf eine Gastanalyse vor der anstehenden Partie der Nationalmannschaft Spaniens gegen Italien. Da wagte es der ehemalige Nationalspieler Per Mertesacker doch tatsächlich, als geladener Gast der Sendung folgende Einschätzung zu dem Team der Spanier zu formulieren:

    "(...) mit einem Stil, der ein bisschen verändert ist, aber ich denke, das tut denen ganz gut, weil sie auch nicht mehr so das Spielermaterial haben, jetzt nur auf Ballbesitz zu gehen. Von daher, das erste Spiel war sehr, sehr beeindruckend."

    Die umgehende Ermahnung durch ZDF-Moderator Jochen Breyer richtete sich an Mertesacker sowie auch an den zweiten Gast, den Fußballer Christoph Kramer, beide im Duo als ZDF-Analysten während der EURO 2024 engagiert. Breyer wörtlich:

    "Spielermaterial – weil ihr beide den Begriff öfter verwendet. Ich weiß, das wird bei einigen Fans zu Hause kritisch gesehen, weil Menschen kein Material sind. Vielleicht sagen wir einfach in Zukunft Kader oder das Spielerpotenzial."

    Höflich erzogen nickten beiden Studiogäste die Ermahnung des Gastgebers mit einem schlichten "OK" ab. Kritische Nutzer der X-Plattform zeigten sich zumindest irritiert:

  • 10:52 Uhr

    London: Stadtverwaltung schockiert bei "Pride-Kampagne" mit brustamputierter Frau

    Westliche Politik und Medien arbeiten seit Jahren Hand in Hand, um eine "woke" und meist aggressiv vermittelte Ideologie einer gesellschaftlichen LGBTQ+-Randgruppierung samt deren subjektiven Lebensmittelpunkten den Menschen auf allen nur erdenklichen Ebenen in der Öffentlichkeit nachdrücklich aufzudrängen.

    Die Stadtverwaltung der britischen Millionenmetropole London irritiert und schockiert nun die Bürger mit einer weiteren Kampagne: "Pride in London – We are everywhere" ("Stolz in London – Wir sind überall"). Die großflächigen Plakate, die vier verschiedene Porträtfotografien zeigen, erwähnen dabei explizit: 

    "Unterstützt vom Bürgermeister von London"

    Eine der vier konfrontativen Fotografien sorgt derzeit für Diskussionen und Kritik, unter anderem vom britischen Schwulen- und Lesbenverband LGB Alliance. Das X-Posting informiert:

    "Wir haben [den Bürgermeister von London] Sadiq Khan wegen dieser schockierenden Kampagne angeschrieben. Wir haben um ein dringendes Treffen gebeten."

    Kate Barker, die CEO von LGB Alliance, appelliert an die Verantwortlichen der Kampagne:

    "Hört auf, Mädchen zu sagen, dass es cool ist, ihre gesunden Brüste zu amputieren. Das ist ungeheuerlich."

    Irritierenderweise ist der aktuelle Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Aman Khan, das erste Londoner Stadtoberhaupt islamischen Glaubens. In einem offenen Brief richtet Barker die Kritik an Khan:

    "Ihre Kampagne erzählt verletzlichen jungen Frauen, von denen die meisten gerade dabei sind, sich mit ihrer eigenen lesbischen Orientierung auseinanderzusetzen, dass es 'cool' sei, ihre gesunden Brüste chirurgisch zu entfernen.

    Sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass ein erschreckend hoher Anteil der Mädchen, die davon überzeugt sind, dass Selbstverstümmelung sie glücklich macht, auch unter Essstörungen, anderen selbstverletzenden Verhaltensweisen wie Ritzen sowie an Depressionen oder Angststörungen leidet."

    Weiter heißt es:

    "Während Sie und Ihr Marketingteam sich die Fahne des Fortschritts umhängen und sich zu dieser Kampagne beglückwünschen, würde ich vorschlagen, dass Sie sich überlegen, warum die Zahl der Gender-Kliniken, die diese schwerwiegende und irreversible Operationen anbieten, in London ansteigt."

  • 20.06.2024 09:08 Uhr

    09:08 Uhr

    Eigentor von Göring-Eckardt: "Stellt euch vor, da wären nur weiße deutsche Spieler"

    Deutschland befindet sich gerade im Ausnahmezustand einer etwas gehemmten EM-Euphorie. Der hauptstädtische RBB berät daher den verunsicherten Besucher der Fan-Meile darüber, was möglich ist: "Korrekter Fußball-Freudentaumel." Die ARD-Sportschau informiert sicherheitshalber: "Fans in München – Fahnen erst verboten, dann unter Auflagen erlaubt". Eine Ohrwurm-Melodie wird zum demokratiegefährdenden Politikum:

    "Die Berliner Polizei will im ganzen Stadtgebiet gegen den Dance-Klassiker 'L'amour toujours' des italienischen DJs Gigi D'Agostino vorgehen."

    Nun wurde ein X-Posting der "grünen" Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt bekannt und bundesweit auch in den Medien mit Irritation zur Kenntnis genommen. Denn noch am 14. Juni hatte doch der Sender n-tv gewarnt:

    Göring-Eckardt ignorierte solche Mahnungen mit ihren persönlichen Emotionen nach dem 2:0 Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn. Ihr Beitrag auf X – unmittelbar nach dem Ende des Spiels – lautete:

    Die stets mitfühlende Vollblut-Berufspolitikerin erwartete womöglich breiten Zuspruch für ihren Gefühlsausbruch, erntete jedoch überwiegend bestenfalls Unverständnis. So lauteten Schlagzeilen:

    • Bild: Riesen-Empörung über Göring-Eckardt
    • Spiegel: Göring-Eckardt empört mit Tweet zur Hautfarbe der Nationalspieler
    • T-Online: DFB-Tweet von Katrin Göring-Eckardt löst Wirbel aus
    • Berliner Zeitung: Göring-Eckardt irritiert mit X-Post zur Hautfarbe deutscher Fußballer

    Die dazugehörige dpa-Meldung informierte wahrheitsgemäß:

    "Nach einem Shitstorm löschte sie den Tweet vier Stunden später."

    Zu den Kritikern, die der Grünen-Politikerin Rassismus vorwarfen, zählt auch der Islam-Experte Ahmad Mansour. Er schrieb in einem X-Post:

    "Wer bei der deutschen Nationalmannschaft die Hautfarbe der Spieler thematisiert, betreibt Rassismus, unabhängig von der Motivation dahinter."

    Der Vize-Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft zeigte sich ebenfalls irritiert und schrieb: "Bewerten sie gerade Menschen nach optischen Merkmalen. Sowas dürfte nach ihrer eigenen Definition rassistisch sein."

    Der dann noch folgende schriftliche Bußgang der religiösen Fußball- und Gesellschafts-Versteherin lautete:

    Notorische Nichtversteher in den sozialen Medien erinnerten an die Rede von Göring-Eckardt im Jahr 2015, als sie ihre unerschütterliche Zukunftshoffnung ankündigte:

    "Deutschland wird bunter werden. Ja, wie toll ist das! Das haben wir uns immer gewünscht. Wahrscheinlich wird es auch religiöser werden. Na klar ... Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sag' euch eins: Ich freu mich drauf!"

  • 19.06.2024 18:42 Uhr

    18:42 Uhr

    Verfassungsschutz: "Great Reset" ist eigentlich die Vision Schwabs für eine "nachhaltigere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung"

    Auf X/Twitter wies der bekannte Multipolar-Journalist Paul Schreyer auf die neueste Realsatire hin, die sogar von den "Verfassungsschützern" persönlich verfasst wurde.

    Im neuen Verfassungsschutzbericht ordnen diese die von WEF-Gründer Klaus Schwab entwickelte "Great Reset"-Agenda ein. Dort heißt es:

    "'Great Reset' bezeichnet eigentlich die Vision des Ökonomen Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums, die Coronapandemie als Ausgangspunkt für Reformen zur Erreichung einer nachhaltigeren Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu nutzen. Sowohl Rechtsextremisten, 'Reichsbürger' und 'Selbstverwalter' als auch 'Delegitimierer' verzerren diese Intention bewusst und warnen vor einer öko-kommunistischen, von jüdischen Interessen geleiteten Weltdiktatur, die mit dem 'Great Reset' einherginge."

    Aus unerfindlichen Gründen muss man an dieser Stelle doch direkt an das Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt denken, der einst sagte:

    "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen."

  • 11:02 Uhr

    BfV-Chef Haldenwang: "Das Kalifat ist eine denkbare Staatsform"

    Bei dem Begriff "Kalifat" denken besorgte Bürger an die Ende April erfolgte islamistische Großdemonstration in Hamburg. Das ZDF fragte vermeintlich interessiert: "Forderung nach Kalifat: Ist das erlaubt?". 

    Am 18. Juni stellte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in Berlin zusammen mit ihrem Angestellten Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, den Verfassungsschutzbericht 2023 vor. Auf Seite 260, des 408-seitigen Berichts, im Kapitel Islamismus/Islamistischer Terrorismus, lernt der Bürger:

    "Ideologisch versteht sich der 'Kalifatsstaat' als Wiederbelebung des 1924 in der Türkei abgeschafften Kalifats. Übergeordnetes Ziel ist die Herrschaft des Islam unter der Führung eines Kalifen, unter dem Staat und Religion eine untrennbare Einheit bilden."

    Der Gralshüter der subjektiven Bewertung von Bürgern, bezogen auf eine potenziell unterstellte "verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates", BfV-Chef Haldenwang, erklärte nun zum Ende der Pressekonferenz den Hauptstadtjournalisten seine Wahrnehmung zur Begrifflichkeit "Kalifat" (Min. 01.07.31):

    "Was anderes – als die verbale, strafbare Forderung der 'Vernichtung Israels' auf propalästinensischen Demonstrationen – ist die Einführung des Kalifats. Das ist eine denkbare Staatsform von ganz vielen, die es weltweit gibt. Es gibt auch Kommunismus, Sozialismus, es gibt eben religiös geführte Systeme. Es gibt Monarchien, all das gibt es und all das kann man auch in Deutschland sagen, in einer eben auch freiheitlich demokratischen Grundordnung."

    Zur dezenten Erinnerung, an vermeintlich breite, demokratisch verbriefte Grundrechte von Meinungsäußerungen der Bürger, sei an das Verbot der Jahre 2020 bis 2022 erinnert, wo das Mitführen sowie das Zitieren aus dem Grundgesetz seitens der Polizei untersagt wurde. Ein Videodokument aus dem Jahr 2021 in Dresden:

  • 09:14 Uhr

    "War Jesus trans?" – Theologen stellen die wirklich wichtigen Fragen

    Zwei Theologen in Erlangen wollen offenbar die Bibel auf den Kopf stellen – und die Nürnberger Nachrichten jubeln begeistert. In der Einleitung des Textes (der Rest bleibt glücklicherweise hinter einer Bezahlschranke verborgen) wird neuerdings verkündet:

    "Zwei Männer, zwei Frauen – in der Bibel gibt es gleichgeschlechtliche Liebe. Und auch Jesus könnte mehr als ein Geschlecht gehabt haben. Zwei schwule Theologen an der Uni Erlangen zeigen, wie queer die Bibel ist – und wie sich die Kirche öffnen muss."

    Der Journalist Henning Rosenbusch kommentierte sichtlich "erleichtert":

    "Jesus hätte sich impfen lassen und er hätte bestimmt auch längst eine Wärmepumpe."

    Ein anderer X-Nutzer meinte warnend:

    "Jesus war Trans? Für diese Aussage wär man vor nicht allzu langer Zeit auf den Scheiterhaufen geworfen worden! Das ist Gotteslästerung!"

  • 18.06.2024 21:46 Uhr

    21:46 Uhr

    Frau bedroht und mit Messer verfolgt – Polizei erteilt Beschuldigten Platzverweis

    Dass man sich darauf verlassen kann, dass im "besten Deutschland aller Zeiten" alles unter Kontrolle ist, zeigt eine Pressemitteilung aus Magdeburg, in der über einen Polizeieinsatz am Magdeburger Hauptbahnhof berichtet wird: Laut lokalen Medien hatte ein 36-Jähriger am Dienstag (11. Juni 2024) gegen 21 Uhr eine 36-jährige Frau am Willy-Brandt-Platz aus bisher unbekannten Gründen zunächst verbal bedroht und anschließend mit einem Einhandmesser verfolgt, wie Polizeisprecher Kevin Shaikh auf Nachfrage der Volksstimme mitteilte.

    Die kurz darauf ankommende Polizei traf den Beschuldigten vor Ort an – und erteilte ihm einen Platzverweis. Zumindest das Einhandmesser stellten die Polizisten jedoch sicher.

  • 12:03 Uhr

    EURO 2024: Die "Fan Zone" Berlin präsentiert Besuchern "Gebetszelte"

    Im November 2023 präsentierte die Webseite des DFB das "Leitbild Nachhaltigkeit zur UEFA EURO 2024". Laut Vorstellungen von Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sollen die offiziellen Fanbereiche in Berlin seit dem 14. Juni "nicht nur Orte der Begegnung" darstellen, sondern "auch Erlebnis-, Informations- und Lernorte zu Nachhaltigkeitsthemen sein".

    Im Mai 2024 stellte Senatorin Spranger dann die "Fan Zone Berlin" vor, "außerhalb des Berliner Olympiastadions das Herzstück für Fans aus aller Welt". "Kulturprojekte Berlin" Geschäftsführer Moritz van Dülmen ergänzte vor den Hauptstadtjournalisten mit der Erklärung:

    "Seit der WM 2006 ist die Fanmeile in ganz Deutschland eine Institution. Geliebt, gehasst, aber immer Teil von Berlin."

    Roter Faden der offerierten Angebote wäre das Thema "Nachhaltigkeit", vermittelt über ein "umfassendes, diverses und familienfreundliches Programm, das die lokale Kulturszene Berlins abbildet und dabei vor allem die Bereiche soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie Inklusion in den Blick nimmt". Dazu gehören auf eine Fußball-Fanmeile im Jahr 2024 anscheinend auch mehrere durch Reißverschlüsse gesicherte Zelte:

    So ein "Ruheraum", eine "Antidiskriminierungsanlaufstelle" und zwei "Gebetsräume", getrennt für Männer und Frauen:

    Ob dabei im "ruhigen" Gebet auf einer Fußball-Fanmeile die Vergebung potenzieller Sünden oder individuell erwünschte Spielergebnisse erhofft werden, obliegt der reinen Spekulation.

  • 17.06.2024 17:10 Uhr

    17:10 Uhr

    Sarah Bosetti erhält Ernst-Johann-Literaturpreis

    Die für ihre Blinddarm-Vergleiche bekannte Kolumnistin und Moderatorin Sarah Bosetti wird laut Medienberichten in diesem Jahr den Ernst-Johann-Literaturpreis der Stadt Schifferstadt erhalten. Dies habe der Stadtrat beschlossen, der damit einhellig dem Votum der Jury folgte. Zur Preisverleihung wird in einer Pressemitteilung bekannt gegeben:

    "Mit dem nach dem gebürtigen Schifferstadter Publizisten Ernst Johann benannten und in diesem Jahr erneut mit 5.000 Euro dotierten Preis wird seit 2012 alle drei Jahre eine Autorin oder ein Autor ausgezeichnet, die oder der dem literarischen Schaffen des Namensgebers gerecht wird."

    Staunen lässt einen jedoch die Begründung für die Auswahl. Diesbezüglich heißt es:

    "In der Begründung für die Auswahl der 40-jährigen Sarah Bosetti, die auch aus zahlreichen Fernsehauftritten bekannt ist, heißt es unter anderem, dass sie 'mit scharfem Verstand und klugen und witzigen Betrachtungen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen (...) gekonnt Populismus, Hass und Dummheit mit Witz und Ironie' entgegentrete."

    Zur Erinnerung: Bosetti wurde vor allem durch ihre Haltung zur Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Krise bekannt. Zu dieser Thematik hatte sie damals erklärt:

    "Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell für das Überleben des Gesamtkomplexes."

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