International

Fidan: Türkei bereit, Ukraine Sicherheitsgarantien auf See zu gewähren

Ankara hat zugestimmt, der Ukraine nach dem Ende des Konflikts zwischen Moskau und Kiew die Sicherheitsgarantien auf See zu gewähren, erklärte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Zudem hat er dazu aufgerufen, eine Eskalation der Feindseligkeiten im Schwarzen Meer zu verhindern.
Fidan: Türkei bereit, Ukraine Sicherheitsgarantien auf See zu gewähren© Mustafa Hatipoglu/Anadolu via Getty Images

Die Türkei hat ihre Bereitschaft erklärt, der Ukraine Sicherheitsgarantien im Schwarzen Meer im Rahmen eines möglichen Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew zu gewähren. Dies hat der türkische Außenminister Hakan Fidan am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrei Sibiga in Kiew bekannt gegeben. "Einer der wichtigsten Pfeiler eines möglichen Friedensabkommens sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Dazu gehören Land-, See- und Luftkomponenten. Die Türkei hat sich bereit erklärt, die Führung bei den Seekomponenten zu übernehmen", sagte der türkische Chefdiplomat. Er fügte hinzu, dass die Verbündeten in dieser Frage eine Einigkeit erzielt hätten. Die Planungsarbeiten würden bereits von den Seestreitkräften der beteiligten Länder durchgeführt. 

Fidan hat außerdem dazu aufgerufen, eine Eskalation der Feindseligkeiten im Schwarzen Meer zu verhindern. "Wir wollen nicht, dass der Krieg ins Schwarze Meer getragen wird", betonte er und merkte an, dass "Angriffe auf Häfen, Tanker und Fischerboote, die das Leben von Zivilisten gefährden", inakzeptabel seien. Der Diplomat wies darauf hin, dass die Sicherheitsrisiken im Schwarzen Meer zunähmen. Deswegen habe Ankara erneut die Frage eines begrenzten Waffenstillstands oder eines "Kriegsmoratoriums" für die Infrastruktur im Schwarzen Meer und im Energiesektor aufgeworfen.

Darüber hinaus hat Fidan zur Wiederaufnahme der russisch-ukrainischen Gespräche in Istanbul aufgerufen. Ankara stehe im Kontakt sowohl mit Moskau als auch mit Kiew. Er betonte, dass das in Istanbul begonnene direkte Verhandlungsformat ununterbrochen fortgesetzt werden müsse. Er betonte:

"Es ist wichtig, dass diese Art von Treffen ununterbrochen fortgesetzt wird. Die Tatsache, dass der Krieg andauert, bedeutet nicht, dass die Gespräche nicht in diesem Format weitergeführt werden."

Moskau wisse Bescheid über die Bereitschaft Ankaras, im Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln, erklärte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. Er merkte jedoch an, dass es derzeit keine Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gebe. Russland bleibe in dieser Frage aber weiterhin offen. Peskow erklärte:

"Wir wissen sehr gut, dass unsere türkischen Freunde bereit sind, weiterhin dazu beizutragen, dass die Lage rund um die Ukraine wieder auf einen friedlichen Kurs gebracht wird. Dafür sind wir der türkischen Seite dankbar."

Mehr zum ThemaAußenministerium: Europa betrachtet Gespräche mit Moskau als Deckmantel für Eskalation

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.