Europa

Schlechteste Ernte seit 15 Jahren: Dürre kostet Tschechiens Landwirte 960 Millionen US-Dollar

Die Hitzewelle, die in diesem Sommer weite Teile Europas erfasst hat, macht auch vor Tschechien nicht halt: Die diesjährige Ernte fällt so schlecht aus wie seit 15 Jahren nicht mehr. Der Agrarkammer zufolge drohen den Bauern dadurch Verluste von fast einer Milliarde US-Dollar.
Schlechteste Ernte seit 15 Jahren: Dürre kostet Tschechiens Landwirte 960 Millionen US-Dollar© Urheberrechtlich geschützt

Tschechiens Landwirte werden in diesem Jahr wegen der Dürre voraussichtlich rund 20 Milliarden tschechische Kronen (etwa 960 Millionen US-Dollar) an Einnahmen verlieren. Das teilte der Präsident der Tschechischen Agrarkammer, Jan Doležal, mit. Die diesjährige Ernte wird ihm zufolge die schlechteste der vergangenen 15 Jahre sein.

Doležal wies zudem darauf hin, dass die in den vergangenen Monaten gestiegenen Preise für Diesel und Düngemittel die Produktionskosten in der Landwirtschaft zusätzlich in die Höhe treiben. Tschechische Medien prognostizieren einen deutlichen Anstieg der Lebensmittelpreise, vor allem bei Fleisch- und Milchprodukten.

Der Staat will den Landwirten unterdessen wegen der Dürre mit Finanzhilfen in Höhe von mehr als 3,8 Milliarden tschechische Kronen (etwa 180 Millionen US-Dollar) unter die Arme greifen. Der Landwirtschaftsminister des Landes, Martin Šebestián, erklärte:

"Der Staat ist bereit, den Landwirten zu helfen, und wird sie in dieser schwierigen, durch die Dürre entstandenen Situation nicht allein lassen."

Der zu Ende gehende Sommer ist in Tschechien von extremer Hitze und Dürre geprägt, die laut tschechischen Medien 88 Prozent des Staatsgebiets erfasst hat. Die Landwirte kämpfen derzeit mit Futtermittelknappheit für ihr Vieh und Ernteausfällen.

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